Staatsbibliothek zu Berlin
Preußischer Kuturbesitz
Historische Drucke
Bibliothek Diez
Die Bibliothek des Diplomaten Heinrich Friedrich von Diez wurde in seinem Todesjahr 1817 erworben und umfasste ca. 17.000 Drucke und 856 Bände Handschriften. Diez verkehrte mit den Gelehrten seiner Zeit und empfing an seiner Tafel fast täglich Gäste, zu denen unter anderen Alexander von Humboldt gehörte. Auch Goethe zog aus den wissenschaftlichen Arbeiten von Diez seinen Nutzen, er führte mit ihm im Zusammenhang mit der Arbeit am “West-östlichen Divan” einen regen Briefwechsel.
Seine Bibliothek vermachte Diez testamentarisch der Königlichen Bibliothek in Berlin mit der Auflage, sie stets in der überkommenen Weise beisammen zu lassen und sie gesondert aufzustellen. Obwohl Diez ausdrücklich betonte, dass ihm bei der Erwerbung von Büchern der Nutzen über die Schönheit und Seltenheit ging, besaß er doch eine große Anzahl seltener Erstausgaben, zahlreiche Drucke des 16. Jahrhunderts und andere zu den literarhistorischen Seltenheiten zählende Werke.
Natürlich ist die Bibliothek in ihrer Gesamtheit ein außerordentlich interessantes Zeitdokument. Die ursprüngliche systematische Aufstellung wird bis heute beibehalten.
Besen
Scopæ, f. 1.
pl.
Kehrich=
schauffel
Pala, f. 1.
Kehrich
Bäßlein
Apinarium
Auskehrich
Apinæ f. 1.
Schaff
Labrum.
n. 2.
Butten
Trimodi-
um. n. 2.
Stüßen
Urceus a-
quarius.
m. 2.
Selte
Situla. f. 1.
Fleischga-
belein
Focilla. f. 1.
Ofengabel
Rutabulum
n.2.
Backofen
elibanus.
m. 2.
Ofen=
schauffel
Pala furna-
cia. f. 1.
Scopz diffoluæ. Sachen die sich nicht zusammen schicken.
Das XVII. Hauptstück.
Von den Speißkammer und Eßwahren.
Caput XVII.
De penore & re cibarla.
Speiß-kammer
Penus oris.
n.3.
Speißmei=
ster Promus
condus.
m. 2.
Speiß
Cibus.m.2.
Brod – Panis.m.3.
Weißbrod – Panis m. 3.
canditus.
m. 2.
Hausbrod
Panis. m. 3.
cibarius.
m. 2.
Semmel
Semila. f. 1.
Weck Panis
m. 3. figili-
neus. m. 2.
Breßen
Spira. f. 1.
Speckkuchs (?)
Placenta f. 1.
lardo n.2.
Inspersa (?) f.1.
Butterbrod
Fruchstrum
panis cum
butyro.